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Tuberkulose

Auftaktbild Tiergesundheit

Die Tuberkulose war bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts eine gefürchtete Krankheit bei Vieh und Mensch. Verschiedene Fälle in jüngster Vergangenheit haben die Seuche wieder in unser Bewusstsein gerufen.  

Nebst Rindern und Menschen sind auch nahezu alle andern Säugetierarten für die Krankheit empfänglich. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Mykobakterien als Erreger der Krankheit entdeckt. Später erkannte man, dass durch die Pasteurisation von Milch die Infektionskette und somit die Übertragung auf Kälber und auf Menschen unterbrochen werden kann. In den 50-er Jahren wurde die Tuberkulose in der Schweiz mit hohem Aufwand ausgerottet. Danach gab es nur noch ganz vereinzelte Seuchenfälle.

 

2013 kam es in der West- und Ostschweiz zu zwei voneinander unabhängigen Seuchengeschehen bei Rindern. Die Ostschweizer Tiere wurden während der Sömmerung im benachbarten Vorarlberg von mit Tuberkulose infizierten Hirschen angesteckt. Seither wurden hunderte von Rindern getestet; einige zeigten verdächtige Resultate und mussten als mögliche Träger des Erregers ausgemerzt werden. Die Vorschriften für das Sömmern im Ausland wurden verschärft. Zudem haben die Veterinärdienste von Graubünden, dem Fürstentum Liechtenstein und St.Gallen in Zusammenarbeit mit den Jagdbehörden ein Monitoringprogramm für die Früherkennung der Tuberkulose bei Rothirschen gestartet. Dabei wird in einem bestimmten Überwachungsgebiet eine Stichprobenauswahl der Abschüsse auf Tuberkulose getestet.

 

Die Ausbrüche von Tuberkulose bei Rindern haben gezeigt, wie wichtig ein frühzeitiges Erkennen der Krankheit ist. Insbesondere der Fleischkontrolle an den Schlachthöfen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Oftmals werden Organveränderungen am toten Tier früher festgestellt als klinische Anzeichen am lebenden Tier.

 

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