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Tierentsorgung

Kälbchen im Stall

Tierkörper sowie Schlachtabfälle und andere Erzeugnisse tierischer Herkunft, die nicht zur Verwendung als Lebensmittel bestimmt sind, müssen fachgerecht entsorgt werden.

Entsorgung tierischer Nebenprodukte

Die aus der Schlachtung und Fleischverarbeitung sowie aus der Verarbeitung von andern Lebensmitteln tierischer Herkunft (wie Milch oder Eier) entstehenden Abfälle oder sogenannten tierischen Nebenprodukte sollten in der heutigen Zeit nicht mehr weggeworfen oder einfach über den Kehricht entsorgt werden. Die Entsorgung und Verwertung der tierischen Nebenprodukte nimmt zusehends andere Formen an.

 

Die Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten (VTNP), welche 2011 umfassend revidiert wurde, beschreibt die verschiedenen Kategorien von tierischen Nebenprodukten und regelt deren Entsorgung. Die bedeutendsten Änderungen der Revision betreffen das Verbot der Verfütterung von Speiseresten an Nutztiere und die Kategorisierung von Nebenprodukten aus der Verarbeitung von Milch, Eiern und Honig.

 

In der Verordnung ist auch definiert, unter welchen Voraussetzungen TNP zur Fütterung und zur Herstellung von technischen Erzeugnissen (z.B. Pharmazeutika oder Kosmetika) verwendet werden dürfen.

 

Wer gewerbsmässig Tiere schlachtet oder Fleisch verarbeitet, muss gemäss Art. 36 der VTNP die Entsorgung der anfallenden tierischen Nebenprodukte durch eine private und kantonal anerkannte Entsorgungsfirma entsorgen lassen. Dem Kanton ist mittels einer schriftlichen Vereinbarung nachzuweisen, dass die Entsorgung für mindestens zwei Jahre gesichert ist. Die Entsorgung von Nebenprodukten aus Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben über die Tierkörpersammelstellen ist nur in Ausnahmefällen erlaubt und bedarf einer Bewilligung durch den kantonalen Veterinärdienst. Dabei anfallende Entsorgungskosten werden in Rechnung gestellt. Das AVSV kontrolliert die Einhaltung dieser Anforderungen anlässlich von regelmässigen Inspektionen.


Das BLV hat verschiedene Vollzugshilfen erarbeitet:


 


Tierkörpersammelstellen

Der Kanton St.Gallen verfügt über ein dichtes Netz von Tierkörpersammelstellen. Die Standorte können bei den jeweiligen Gemeinden erfragt werden. Diese regeln für ihr Gebiet das Einsammeln und Lagern der tierischen Abfälle. Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen vollzieht die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen.

 

Gemäss Art. 19 des Veterinärgesetzes (sGS 643.1; abgekürzt VetG) fliessen die Entsorgungsgebühren für Schlachtabfälle, die über öffentliche Sammelstellen entsorgt werden, der Tierseuchenkasse zu. Das Infoblatt TG096 regelt die Entsorgungskosten pro Tierart.


Transport und Anlagen zur Verwertung

Mit der richtigen Aufbereitung der entsprechenden Abfälle können wertvolle Güter oder Energie gewonnen werden. Dabei stehen verschiedene Abnehmer zur Auswahl.

 

Eine Auflistung der grössten Entsorgungsfirmen findet sich im Info-Blatt TG097; über weitere Betriebe, welche im Transport und in der Verwertung von TNP tätig sind, gibt das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen Auskunft.

 

Das BLV hat verschiedene Vollzugshilfen erarbeitet für Transporteure und Betreiber von Anlagen, welche tierische Nebenprodukte sammeln, verwerten oder entsorgen. Unter diesem Link finden sich auch Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen (FAQs) zum Thema Entsorgung tierischer Nebenprodukte.

 


Servicespalte

Seit April 2016 ist die teilrevidierte Tierarzneimittelverordnung (TAMV) in Kraft. Gleichzeitig wurde die Betreuung der TAMV vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) ans BLV übertragen.

 

Laufend aktualisierte Informationen seitens des BLV finden Sie auf der Website des BLV.