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Schlachtung/Fleischkontrolle

Temperaturmessung im Kühlschrank. Im Hintergrund abgepacktger Käse

Die bei uns gängigen Schlachttiere müssen vorgängig der Schlachtung durch den Metzger beim Fleischkontrolleur angemeldet werden.

Die Fleischkontrolle als besonderes Aufgabengebiet nimmt gegenüber der allgemeinen Lebensmittelkontrolle, zu der sie auch zählt, insofern eine partielle Sonderstellung ein, als sie im eigentlichen Sinn keine Stichproben- sondern eine 100%-Kontrolle ist.

 

Die bei uns gängigen Schlachttiere müssen vorgängig der Schlachtung durch den Metzger beim Fleischkontrolleur angemeldet werden. Tiere der Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Pferdegattung sowie Zuchtschalenwild werden sodann ausnahmslos, alle anderen Tiere stichprobenweise bereits vor dem Schlachten der Schlachttieruntersuchung unterzogen; alle geschlachteten Tiere sodann zu 100% der Fleischuntersuchung. Die Fleischkontrolle ist gebührenpflichtig.

 

Die amtliche Kontrolle enthebt den Metzger nicht von seiner Verpflichtung zur Selbstkontrolle.

Ausgenommen davon sind die auf dem Landwirtschaftsbetrieb vorgenommenen Hausschlachtungen. Deren Fleisch darf nicht an Dritte abgegeben werden, da dafür weder Fleischkontrolle noch bewilligte Schlachtanlagen vorgeschrieben sind.



Schlachttiere

Das angelieferte Schlachtvieh muss folgenden Anforderungen entsprechen:


 

Die Tarife für Schlachttieruntersuchungen sind dem Tarifblatt Schlachttieruntersuchung und Fleischkontrolle zu entnehmen.

 

Schlachttiere sind grundsätzlich in bewilligten Schlachtanlagen zu schlachten.

 
Für Schlachtvieh, Hausgeflügel, Hauskaninchen, Zucht-Schalenwild und Laufvögel, die zur Schlachtung bestimmt sind, müssen die Tierhalterinnen und Tierhalter über Informationen zur Lebensmittelkette und über die Fleischhygiene verfügen.

Schlachtfrequenz und Raumkapazität

Gestützt auf die technischen Weisungen des Bundes darf die Schlachtfrequenz nur so

hoch sein, dass die Schweinehälften innert 24 Stunden auf 7 Grad und die Grossviehhälften innert 10 Stunden auf 20 Grad heruntergekühlt sind. Damit diese Werte erreicht werden, benötigt eine Abstandhalle folgende Länge von Rohrbahnen:

AnzahlTierartRohrbahnlängen
 1 Grossvieh, Pferd, in 2 Hälften 70 cm
 1 Kalb in 2 Hälften 50 cm
 1 Schaf, Lamm, Ziege in 2 Hälften an Einzelhaken 50 cm
 1 Schaf, Lamm, Ziege ganz an einem Haken 30 cm
 1 Schwein in 2 Hälften an Einzelhaken 40 cm
 1 Schwein in 2 Hälften am Doppelbügel 30 cm
 1 Mastpoulet am Bügel 15 cm

 

Zur einfacheren Berechnung der Schlachtfrequenz haben wir für Sie einen Schlachtfrequenzberechner entwickelt.


Risikomaterialien (Rind, Schaf, Ziege)

Im Dokument Zusammenstellung der Riskomaterialien von Rind, Schaf u. Ziege bei der Schlachtung und Zerlegung sind die spezifizierten Risikomaterialien zusammengestellt, die als Kategorie 1 zu verbrennen sind.

 

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Schwänze wieder verwertet werden können, genau so, wie das Fleisch am Kopf von Tieren der Rindergattung.