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Tierische Lebensmittel

Temperaturmessung im Kühlschrank. Im Hintergrund abgepacktger Käse

Unter dem Begriff tierische Lebensmittel versteht man Fleisch, Fisch, Milch, Eier und Honig, sowie die daraus hergestellten Erzeugnisse.

Die Verordnung über Lebensmittel tierischer Herkunft regelt, welche Tierarten für die Lebensmittelgewinnung zulässig sind. Sie legt zudem die Anforderungen an oben erwähnte Lebensmittel fest.

 

Viele der tierischen Lebensmittel, welche aus der Primärproduktion stammen, werden in spezialisierten Betrieben (z.B. Metzgereien, Käsereien) weiterverarbeitet. Durch einen hygienischen Umgang mit tierischen Lebensmitteln kann das gesundheitliche Risiko, welches von ihnen ausgeht, auf ein Minimum reduziert werden.

 

Das Fachgebiet Fleischhygiene im Veterinärwesen befasst sich unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit mit den gesetzlichen Bestimmungen


und allen Verordnungen des Fleischbereiches (namentlich der


welche für die Gewinnung von Fleisch und auch Fleischerzeugnissen bestehen.


Fleisch zum Eigenverbrauch und verschenken

Der Begriff des Eigengebrauchs ist enger gefasst worden als noch unter dem alten Lebensmittelrecht. Neu wird das Inverkehrbringen in Artikel 2 des Bundesgesetzes vom 9. Oktober 1992 über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände (Lebensmittelgesetz, LMG, SR 817.0) definiert und umfasst neben dem Einführen, Durchführen, Ausführen, Kennzeichnen und Anpreisen insbesondere das Herstellen, Behandeln, Lagern, Transportieren und Abgeben von Lebensmitteln. Das Abgeben umfasst neu nicht nur das Verkaufen, Tauschen oder anderweitig entgeltliche Abgeben, sondern alle Arten des Abgebens, also auch das Verschenken.



Nur in bewilligten Schlachtlokalen

Es ist oft zu wenig bekannt, dass alle Schlachttiere nur in bewilligten Schlachtlokalen geschlachtet werden dürfen und jedes einzelne Tier obligatorisch einer Untersuchung des Fleisches durch den Fleischkontrolleur (Fleischkontrolle) zu unterziehen ist.


Entsorgung

Abfälle aus der Verarbeitung von Fleisch, Milch, Eier oder Honig, welche nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, sind als tierische Nebenprodukte zu entsorgen.

 


Fleischkontrolle von auffälligem Wildbret

Beurteilt ein fachkundiger Jäger das Erscheinungsbild des erlegten Wildes als von der Norm abweichend, so ist das erlegte Wild der Untersuchung durch einen tierärztlichen Fleisch-kontrolleur zuzuführen.

In folgenden Fällen muss ein erlegtes Tier zwingend tierärztlich untersucht werden, sofern das Wildfleisch in Verkehr gebracht werden soll:

 

  • Wenn Abweichungen vom normalen Erscheinungsbild erkennbar sind wie veränderte Organe oder ein veränderter Wildkörper – hierunter wäre als Beispiel auch Wild zu verstehen mit hinter dem Zwerchfell gelegenem Schuss (grossflächige Verunreinigung der Bauchhöhle mit Pansen- und Darminhalt) oder nach dem Schuss abgestürzte Tiere,

  • Wenn beim Tier vor dem Erlegen Verhaltensstörungen beobachtet wurden,

  • nach langem Nachsuchen erlegte Tiere.


 

Zur tierärztlichen Fleischkontrolle ist das erlegte Wild in eine bewilligte Schlachtanlage zu bringen (Liste der bewilligten Schlachtanlagen im Kanton St. Gallen). Bei veränderten Organen ist es zwingend, dass diese ebenfalls der tierärztlichen Untersuchung vorzulegen sind

 

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