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Vogelgrippe: Ausdehnung des Kontrollgebiets auf die ganze Schweiz

Nachdem das Vogelgrippevirus in der Bodenseeregion aufgetreten ist, wurde das Virus nun auch bei Wildvögeln am Waadtländer Ufer des Genfersees gefunden. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen auch weitere Seen und Regionen der Schweiz betroffen sein könnten.


Der Verdachtsfall in einem Trutenmastbetrieb im vorarlbergischen Hard hat sich letzten Freitag bestätigt. Am Samstag wurde der Betrieb gekeult. Im Kanton St.Gallen sind bis zum heutigen Tag beim Nutzgeflügel keine Verdachtsfälle bekannt.

 

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat in Absprache mit den Kantonstierärzten die gesamte Schweiz zum Kontrollgebiet erklärt. Das bedeutet, dass das Hausgeflügel so gehalten werden muss, dass ein Kontakt zu Wildvögeln verhindert wird. Dies betrifft insbesondere die Futter- und Tränkestellen sowie die Wasserbecken. Märkte, Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen, an denen Geflügel aufgeführt werden, sind verboten. Die entsprechende Verordnung tritt am 16. November 2016 in Kraft und gilt bis zum 31. Januar 2017.

 

Die registrierten Geflügelbetriebe in der Überwachungszone (10 km um den Seuchenherd in Vorarlberg) wurden angeschrieben und über Sicherheitsmassnahmen informiert. In den nächsten Tagen werden auch alle andern bekannten Geflügelhaltungen im Kanton angeschrieben. An dieser Stelle sei in Erinnerung gerufen, dass gemäss eidgenössischer Tierseuchengesetzgebung alle Tierhaltungen mit Hausgeflügel (dazu gehören Hühnervögel, Gänsevögel inkl. Enten und Laufvögel) registrierungspflichtig sind.


Für eine Übertragbarkeit des H5N8-Virus auf den Menschen gibt es nach wie vor keine Hinweise. Es wird trotzdem geraten, aufgefundene Vogelkadaver nicht anzufassen und dem Fund dem zuständigen kantonalen Wildhüter.



AVSV - Vogelgrippe: Ausdehnung des Kontrollgebiets auf die ganze Schweiz (15.11.2016 15:41)


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